
Das 5-Stufen-Modell
Das 5-Stufen-Modell Erläuterung
Das Modell beschreibt fünf Verhaltensmuster (“Stufen”), die z. B. den alltäglichen Umgang eines Unternehmens mit Sicherheit und Gesundheit abbilden. Das Stufenmodell bietet ein gemeinsames Qualitätsmaß und sein Ziel ist die Einschätzung der eigenen aktuellen Maßnahmen für die betriebliche Prävention durch die Einordnung des Unternehmens, der Abteilung oder des Teams in eine der fünf Stufen. Jede Stufe kann anschließend für jedes der sechs Handlungsfelder beschrieben werden.
Die ersten drei Stufen stehen für einen noch nicht selbstverständlichen Umgang mit den Themen Sicherheit und Gesundheit.
Auf den höheren Stufen werden Unfälle und Erkrankungen mit einem anderen Blick betrachtet:
Mögliche Folgen für Sicherheit und Gesundheit werden bei Entscheidungen und Aktivitäten selbstverständlich bedacht – dann ist der Perspektivwechsel gelungen.






Handlungsfelder der Stufe Gleichgültig
Die Führungskraft kümmert sich nicht um sicherheits- und gesundheitsrelevante Themen im Unternehmensalltag. Im Gegenteil übersieht oder belächelt sie diese.
Fehler werden heruntergespielt oder vertuscht und nur Erfolge werden beachtet und gefeiert.
Die anderen Mitarbeiter zu informieren, steht nicht im Fokus des Unternehmens und Informationen können sogar zurückgehalten werden, wenn es für die Führungskraft von Vorteil ist.
Mitarbeiter werden nie gefragt und jeder Verbesserungsvorschlag wird ignoriert oder belächelt.
Misstrauen führt zu persönlichen Konflikten, wenn verschiedene Meinungen geäußert werden. Das Betriebsklima ist von Rechtfertigung, Absicherung, Vertuschung und Schuldzuweisung geprägt.
Sicherheit und Gesundheit sind nicht relevant und die sofortige Erledigung der Aufgaben geht vor.
Handlungsfelder der Stufe Gleichgültig
Die Führungskraft kümmert sich nicht um sicherheits- und gesundheitsrelevante Themen im Unternehmensalltag. Im Gegenteil übersieht oder belächelt sie diese.
Fehler werden heruntergespielt oder vertuscht und nur Erfolge werden beachtet und gefeiert.
Die anderen Mitarbeiter zu informieren, steht nicht im Fokus des Unternehmens und Informationen können sogar zurückgehalten werden, wenn es für die Führungskraft von Vorteil ist.
Mitarbeiter werden nie gefragt und jeder Verbesserungsvorschlag wird ignoriert oder belächelt.
Misstrauen führt zu persönlichen Konflikten, wenn verschiedene Meinungen geäußert werden. Das Betriebsklima ist von Rechtfertigung, Absicherung, Vertuschung und Schuldzuweisung geprägt.
Sicherheit und Gesundheit sind nicht relevant und die sofortige Erledigung der Aufgaben geht vor.
Handlungsfelder der Stufe Reagierend
Die Führungskraft wird erst nach Problemen aufmerksam und reagiert verärgert gegenüber den Mitarbeitern mit der Anweisung, dass sie besser aufpassen sollten.
Beinahe-Unfälle werden kaum betrachtet und nach größeren Fehlern wird einfach der Schuldige gesucht und bestraft.
Reden wird nicht unterstützt und die Informationen werden nur gegeben, wenn es notwendig ist. Probleme werden nicht erwähnt oder diskutiert.
Beschäftigte werden nur angehört, wenn es um einen Notfall geht und wenn sie Druck machen, ansonsten werden nur die Meinungen gehört, die in einer Linie mit der Meinung der Führungskraft sind.
Die Führungskraft interessiert es nicht, wie das soziale Miteinander zwischen den Beschäftigten aussieht. Im Fokus steht ausschließlich die Arbeit und Konflikte werden nur bei einer Eskalation bearbeitet.
Sicherheits- und gesundheitsrelevante Themen werden nur besprochen, wenn es unvermeidbar ist, beispielsweise nach einem Unfall.
Handlungsfelder der Stufe Reagierend
Die Führungskraft wird erst nach Problemen aufmerksam und reagiert verärgert gegenüber den Mitarbeitern mit der Anweisung, dass sie besser aufpassen sollten.
Beinahe-Unfälle werden kaum betrachtet und nach größeren Fehlern wird einfach der Schuldige gesucht und bestraft.
Reden wird nicht unterstützt und die Informationen werden nur gegeben, wenn es notwendig ist. Probleme werden nicht erwähnt oder diskutiert.
Beschäftigte werden nur angehört, wenn es um einen Notfall geht und wenn sie Druck machen, ansonsten werden nur die Meinungen gehört, die in einer Linie mit der Meinung der Führungskraft sind.
Die Führungskraft interessiert es nicht, wie das soziale Miteinander zwischen den Beschäftigten aussieht. Im Fokus steht ausschließlich die Arbeit und Konflikte werden nur bei einer Eskalation bearbeitet.
Sicherheits- und gesundheitsrelevante Themen werden nur besprochen, wenn es unvermeidbar ist, beispielsweise nach einem Unfall.
Handlungsfelder der Stufe Regelorientiert
Die Führungskraft gestaltet die Regeln bezüglich sicherheits- und gesundheitsrelevanter Themen ohne die Einbindung der Beschäftigten in den entsprechenden Prozessen.
Wenn ein Fehler auftritt, wird er entweder durch Schulung der Mitarbeiter oder durch Anpassung der entsprechenden Regeln gelöst.
Informationen laufen ausschließlich „von oben nach unten“ und es gibt keinen Raum für Diskussion oder für Nachfragen.
Die Führungskraft äußert ihre Meinung und holt sich ggf. die Zustimmung der Mitarbeiter ein, während die Umsetzung oberflächlich erfolgt.
Es herrscht ein sachliches Miteinander und zwischenmenschliche Themen werden ausgeblendet, während sich Respekt nur aufgrund von fachlicher Kompetenz ergibt.
Sicherheits- und gesundheitsrelevante Themen sind als wichtig zu betrachten, aber nur durch Vorschriften den Beschäftigten zu vermitteln.
Handlungsfelder der Stufe Regelorientiert
Die Führungskraft gestaltet die Regeln bezüglich sicherheits- und gesundheitsrelevanter Themen ohne die Einbindung der Beschäftigten in den entsprechenden Prozessen.
Wenn ein Fehler auftritt, wird er entweder durch Schulung der Mitarbeiter oder durch Anpassung der entsprechenden Regeln gelöst.
Informationen laufen ausschließlich „von oben nach unten“ und es gibt keinen Raum für Diskussion oder für Nachfragen.
Die Führungskraft äußert ihre Meinung und holt sich ggf. die Zustimmung der Mitarbeiter ein, während die Umsetzung oberflächlich erfolgt.
Es herrscht ein sachliches Miteinander und zwischenmenschliche Themen werden ausgeblendet, während sich Respekt nur aufgrund von fachlicher Kompetenz ergibt.
Sicherheits- und gesundheitsrelevante Themen sind als wichtig zu betrachten, aber nur durch Vorschriften den Beschäftigten zu vermitteln.
Handlungsfelder der Stufe Proaktiv
Die Führungskraft behandelt sicherheits- und gesundheitsrelevante Themen im Unternehmensalltag und aktiviert diesbezüglich die Beschäftigten.
Die Führungskraft fördert die angstfreie Analyse des Entstehens von Ereignissen, Beinahe-Unfällen, Verstößen und Fehlleistungen.
Die Mitarbeiter werden dazu ermutigt, nach Besonderheiten zu fragen und dadurch Gefährdungen und Ideen zu berücksichtigen.
Die Führungskraft plant regelmäßige Treffen ein, wobei alle Mitarbeiter ihre Ideen frei äußern können.
Konfliktfelder im Team werden frühzeitig entdeckt und bearbeitet, sodass unfaires Verhalten einzelner Mitarbeiter vermieden wird.
Alle Beschäftigten stehen hinter dem Prinzip „Erst sicher und gesund, dann gut, dann schnell“ und streben nach ihrer Umsetzung.
Handlungsfelder der Stufe Proaktiv
Die Führungskraft behandelt sicherheits- und gesundheitsrelevante Themen im Unternehmensalltag und aktiviert diesbezüglich die Beschäftigten.
Die Führungskraft fördert die angstfreie Analyse des Entstehens von Ereignissen, Beinahe-Unfällen, Verstößen und Fehlleistungen.
Die Mitarbeiter werden dazu ermutigt, nach Besonderheiten zu fragen und dadurch Gefährdungen und Ideen zu berücksichtigen.
Die Führungskraft plant regelmäßige Treffen ein, wobei alle Mitarbeiter ihre Ideen frei äußern können.
Konfliktfelder im Team werden frühzeitig entdeckt und bearbeitet, sodass unfaires Verhalten einzelner Mitarbeiter vermieden wird.
Alle Beschäftigten stehen hinter dem Prinzip „Erst sicher und gesund, dann gut, dann schnell“ und streben nach ihrer Umsetzung.
Handlungsfelder der Stufe Wertschöpfend
Die Führungskraft stellt Zeit zur Verfügung für die Besprechung von sicherheits- und gesundheitsrelevanten Themen und zeigt Anerkennung für die Verbesserungsideen der Mitarbeiter.
Die Führungskraft übernimmt die Verantwortung für Ereignisse und Fehler und fördert die kritische Auswertung nicht nur von Beinahe-Unfällen, sondern auch von Erfolgen.
Teambesprechungen oder Morgenrunden werden regelmäßig und gezielt geplant, wobei alle Mitarbeiter zu Wort kommen und sich über wichtige Themen austauschen.
Alle Beschäftigten bringen bei Besprechungen selbständig ihre Meinung ein, sodass schnell über ihre Ideenvorschläge entschieden werden kann.
Die Führungskraft fördert die Zusammenarbeit durch Respekt, Fairness, Wertschätzung und konstruktives Feedback.
Die Führungskraft sensibilisiert durch Nachfragen und Gesprächsführung die Mitarbeiter über sicherheits- und gesundheitsrelevante Themen.
Handlungsfelder der Stufe Wertschöpfend
Die Führungskraft stellt Zeit zur Verfügung für die Besprechung von sicherheits- und gesundheitsrelevanten Themen und zeigt Anerkennung für die Verbesserungsideen der Mitarbeiter.
Die Führungskraft übernimmt die Verantwortung für Ereignisse und Fehler und fördert die kritische Auswertung nicht nur von Beinahe-Unfällen, sondern auch von Erfolgen.
Teambesprechungen oder Morgenrunden werden regelmäßig und gezielt geplant, wobei alle Mitarbeiter zu Wort kommen und sich über wichtige Themen austauschen.
Alle Beschäftigten bringen bei Besprechungen selbständig ihre Meinung ein, sodass schnell über ihre Ideenvorschläge entschieden werden kann.
Die Führungskraft fördert die Zusammenarbeit durch Respekt, Fairness, Wertschätzung und konstruktives Feedback.
Die Führungskraft sensibilisiert durch Nachfragen und Gesprächsführung die Mitarbeiter über sicherheits- und gesundheitsrelevante Themen.
